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Newsartikel

Die EVP nimmt Stellung zur Anhörung "Reorganisation Schuldienste"

Die Schulzahnprophylaxe soll bereits im Kindergarten durchgeführt werden. Bei der Beschaffung von Lehrmitteln soll der Kanton die Gemeinden unterstützen. Der kostenlose Zugang zu einer Bibliothek soll gewährt werden, somit sind Gemeinden nicht mehr verpflichtet eine eigene Schulbibliothek zu führen. Von diesen Massnahmen ist die EVP überzeugt und stimmt ihnen zu.

Bereits ab Kindergartenstufe und während der ganzen Primarstufe die Zahnprophylaxe verbindlich anzubieten ist sinnvoll. Bei Bedarf, z. B. passenden Unterrichtsthemen, sollen Fachkräfte für Prophylaxe auch in der Oberstufe beigezogen werden können. Die Beschaffung von Lehrmitteln in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz macht Sinn, die Unterstützung der Gemeinden durch den Kanton ist zu begrüssen. Jedoch muss die Lehrerschaft Mitsprache haben können. Hier ist Sparpotential in Sicht, denn nur was in der Anwendung praktikabel ist, hat auch wirklichen Nutzen. Zur Entlastung der Gemeinden soll es zukünftig genügen, den Kindern und Jugendlichen den kostenlosen Zugang zu einer Bibliothek zu ermöglichen. Es soll also nicht mehr eine Vorgabe sein, selber eine Bibliothek führen zu müssen. Des Weiteren schlägt der Regierungsrat vor, dass ausserkantonal wohnende Schulkinder, die eine Schule in unserem Kanton besuchen, auch von Aargauer Fördermassnahmen profitieren können. Es geht hier vor allem um Kinder in Pflegefamilien und um stationäre Sonderschulen. Diese Massnahmen werden von der EVP unterstützt.

Der Vorschlag jedoch, den schul- und den jugendpsychologischen Dienst zusammen zu legen wird von der EVP abgelehnt. Die heutige Zusammenarbeit unter den Fachstellen bewährt sich. Was gut funktioniert, soll nicht aus Spargründen verändert werden, es könnte sein, dass es am Schluss teurer zu stehen kommt. Der Regierungsrat sieht die Schwierigkeit, Personen zu finden, die sich für das Amt des Schularztes zur Verfügung stellen. Dem Problem mit einem Gutscheinsystem Herr zu werden und dieses zur Kontrolle auch noch den Schulen aufzubürden ist nicht umsetzbar und wird von der EVP nicht unterstützt.

 

Aarau, 01. Juni 2015