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Newsartikel

Mit Sommerhitze im Winter heizen - eine Utopie?

Gross war der Publikumsaufmarsch im Restaurant souperbe Suppenbar, denn brisanter und aktueller konnte ein Vortrag kaum angesetzt sein. Nach den verheerenden Ereignissen in Japan mit den katastrophalen Auswirkungen auf mehrere Kernkraftwerke, stiess der Vortrag von Josef Jenni, Solarpionier und Grossrat EVP im Kanton Bern auf grosses Interesse.

 

EVP-Grossrat Sämi Richner, Auenstein stellte Josef Jenni als Inhaber der Firma Jenni Energietechnik AG, Organisator der „Tour de Sol“ und Preisträger des Watt d’Or 2008 vor und hob sein fundiertes Wissen im Bereich der Energienutzung hervor.

Ausgehend von der Frage, ob wir nicht alle energiesüchtig seien, postulierte Josef Jenni die Nutzung der erneuerbaren Energien und insbesondere diejenige der Sonnenenergie zur zukünftigen Überlebensfrage, denn nach seinen Recherchen mehren sich die Indizien, dass unserem Hunger nach Energie aufgrund der Ressourcenverknappung nicht mehr vollumfänglich entsprochen werden kann. Als Beispiel führte er die Renaissance der Kohle in den nächsten Jahren zum weltweiten Hauptenergieträger an, dies als Folge des zunehmenden Erdölmangels. Aus dieser Motivation heraus erarbeitete sich Josef Jenni den Ruf als einer der erfolgreichstenSonnenenergie-PioniereEuropas. Einen besonderen Namen hat sich die Firma mit der eigens entwickelten und zur Serienproduktion aufgebauten Speichertechnik mit integriertem Boiler gemacht. Für Aufsehen im In- und Ausland sorgte das erste Wohnhaus in Europa mit 100%igem solarem Deckungsgrad.

Seine Vision der Energieversorgung basiert nicht auf einer einzigen Technologie oder einem Energieträger. Sie ist ein Zusammenspiel verschiedener lokaler Energiequellen und Techniken. Die Nutzung einheimischer und erneuerbaren Energien bringt auch einen volkswirtschaftlichen Nutzen: sie schafft Arbeitsplätze und sichert die Wertschöpfung vor Ort.

Eine lebhafte und anhaltende Diskussion rundete den Anlass ab.