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Wieder einmal bleiben die Familien auf der Strecke

Unverständlich und zum Kopfschütteln

war der Verlauf der Sitzung vom

vergangenen Grossratsdienstag zur

familienergänzenden Kinderbetreuung

im Kanton. Die sehr gut durchdachte Gesetzesvorlage hatte grossmehrheitliche Unterstützung in der vorberatenden Kommission und auch in der ersten Beratung bekommen. Spontane Anträge in der zweiten Beratung aus der CVP und dann insbesondere aus FDP-Kreisen machten aus

der Vorlage einen Zerriss.

 

Trotz dieses Debakels unterstützte die EVP-Fraktion eine dritte Lesung. Bis dahin hätte doch noch einiges neu durchdacht werden können. Aber hier kam es zu einer unverständlichen Allianz zwischen links und rechts.

Tagesstrukturen sind heute nicht eine Frage des Wollens oder Nichtwollens. Insbesondere für Eltern, die gerne ihre Kinder selber grossziehen, aber trotzdem aus finanziellen Gründen arbeiten müssen, ist dies eine wichtige Erleichterung. Auch dass es gewisse Qualitätsstandards braucht, ist nicht zu bestreiten. Dies hat auch der Fall der Kinderkrippe in Aarburg gezeigt.

Die Gesetzesvorlage ist nun vom Tisch. Ein neuer Anlauf braucht seine Zeit. Wieder einmal bleiben die Familien auf der Strecke.

 

LILIAN STUDER, GROSSRÄTIN/FRAKTIONSPRÄSIDENTIN EVP, WETTINGEN