Zwei Ja-Parolen und ein neues Schwerpunkteprogamm

Die Mitglieder der EVP Aargau fassten an ihrer Generalversammlung in Baden für die Abstimmung vom 17. Juni zweimal die Ja-Parole und verabschiedeten ein neues Schwerpunkteprogramm.

Die diesjährige Generalversammlung der EVP fand in den eindrücklichen Gemäuern des Historischen Museums Baden statt. Eröffnet wurde der Anlass durch eine interessante Führung durch die Sonderausstellung "Familien unter Strom": Am Beispiel verschiedener Biografien zeigt die Ausstellung auf, welche Dynamiken die Badener Industrialisierung im frühen 20. Jahrhundert auslöste. 

 

Nach einem stärkenden Imbiss blickte Präsident Roland Bialek in seinem Jahresbericht unter dem Titel "Erfolg und Misserfolg" auf das vergangene Jahr zurück. Leider hatten die Nationalratswahlen nicht den gewünschten Erfolg gebracht, umso wichtiger sei es nun, einen guten Wahlkampf für die Grossratswahlen zu führen, damit die EVP das Quorum erfolgreich schaffen könne. Für Roland Bialek ist klar: Ungeachtet aller äusseren Umstände erachtet er die EVP als Partei noch immer als Erfolg, da sie seit vielen Jahren treu zu ihren Grundlagen stehe und sich in einer guten Art und Weise für die Menschen in unserem Land einsetze.

 

Neben den üblichen statutarischen Geschäften durfte ein neues Mitglied in die Geschäftsleitung gewählt werden. Peter Rytz, langjähriger Gemeindeammann von Kölliken und jetziger Leiter des Poststellengebietes in Zofingen, stellt sich für das Amt des Vizepräsidenten zur Verfügung. Die anwesenden Mitglieder wählten ihn mit grossem Applaus in dieses Amt.

 

Anschliessend fassten die EVP-Mitglieder die Parolen für die Abstimmung vom 17. Juni. Die Verfassungsänderung "Wald- und Landwirtschaft", mit welcher den neuen Aufträgen an die kantonale Landwirtschaft Rechnung getragen werden sollte, war für die Generalversammlung wie auch zuvor im Grossen Rat unbestritten. Die Ja-Parole wurde einstimmig gefasst. Auch für die Volksinitiative der SP "Für eine sichere Kantonalbank" fassten die Mitglieder die Ja-Parole, wenn auch mit einigen Gegenstimmen. In seinen Ausführungen kam Roland Bialek zum Schluss, dass man bei dieser Initiative durchaus geteilter Meinung sein könne. Die Fraktion habe sich jedoch, im Gegensatz zu fast allen anderen Parteien, zu einem Ja entschlossen. Roland Bialek dazu: "Wenn man eine Kiste mit viel Geld hat, ist es besser, man macht zwei Schlösser dran."

 

Schliesslich präsentierte Roland Bialek das neu erarbeitete Schwerpunkteprogramm, welches in diesem Jahr eine eher ungewöhnliche Form aufweist. Die politische Ausrichtung der EVP Aargau wird schematisch auf einer Seite dargestellt und ermöglicht es, auf einen Blick die Hauptanliegen der EVP zu erfassen. Dieses Schemapapier wird noch durch eine zweiseitige Erläuterung und themenspezifische Texte erweitert werden. Das neue Schwerpunkteprogramm stiess auf Zustimmung und wurde von den Mitgliedern genehmigt.

 

Zofingen, den 28. April /em