Nein zur Millionärssteuerinitiative

Obwohl die Initiative verlockend klingt, sprach sich die Mehrheit der Kantonalpartei gegen diese Initiative aus.

Die Initiative will, dass steuerbares Vermögen über 475'000 Franken stärker und progressiver belastet wird. Das würde heissen, dass zwar 89% der Bevölkerung weniger Steuern bezahlen müssten, die restlichen 11% jedoch die 83.3 Mio. Franken zu kompensieren hätten. Damit würde die Steuerfairness neu definiert. Das kann aus Sicht der EVP zu Problemen führen, da der Aargau so an Attraktivität verlieren würde. Dies stellt eine grössere Gefahr für den ohnehin belasteten Staatshaushalt dar.

Die Steuerinitiative benachteiligt zudem Verheiratete: Da sie nicht einzeln besteuert werden, wird ihr Vermögen stärker gewichtet und sie bezahlen mehr Steuern. Dies wäre eine weitere Heiratsstrafe im Steuersystem. Die EVP spricht sich auch gerade deshalb in diesem Punkt gegen die Vorlage aus.

Weiter würden Hausbesitzer und Handwerksbetriebe schnell über die 475'000 Franken-Grenze fallen und stehen so neuen Belastungen gegenüber.

Damit wird diese Initiative nicht die gewünschte Wirkung haben, um dem Vermögensungleichgewicht entgegenzuwirken. Die EVP Aargau hat sie mit 10 zu 2 Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt.