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Newsartikel

Die EVP Aargau will im Richtplan die Anliegen der Familien und den Schutz der Fruchtfolgeflächen verstärken.

Die zu erwar­tende Bevölkerungs-, Siedlungs- und Ver­kehrs­ent­wick­lung führt zu einem anhal­tend hohen Ver­brauch an Flä­che, daher ist für die EVP der sorg­same Umgang mit dem Boden ein zen­tra­les Anlie­gen. Der Erhalt des Kul­tur­lan­des für die Land­wirt­schaft ist von gros­ser Bedeu­tung. Eine zukunfts­ori­en­tierte Raum­pla­nung berück­sich­tigt auch die Fami­lien mit ihren beson­de­ren Bedürf­nis­sen.

Wo viel gebaut wird, muss auch viel ent­sorgt wer­den. Des­halb schlägt die EVP beim Stein­bruch Obe­regg einen neuen Depo­nie­stand­ort für sau­be­ren Aus­hub vor.

Im Sied­lungs­be­reich will die EVP die Anlie­gen der Fami­lien stär­ker berück­sich­tigt haben. Unter den Pla­nungs­grund­sät­zen soll dafür ein eige­ner Punkt auf­ge­nom­men wer­den, der die För­de­rung des fami­li­en­freund­li­chen Woh­nungs­baus, wel­cher auch für durch­schnitt­li­che Ein­kom­men erschwing­lich ist, vor­sieht. Die Fami­lie spielt für die Gesell­schaft eine zen­trale Rolle. Sie ist für den inne­ren Zusam­men­halt unse­res Lan­des von gros­ser Bedeu­tung, des­halb gebührt ihr auch beson­de­rer Schutz.

 

Im Land­wirt­schafts­be­reich sind genü­gend Flä­chen geeig­ne­ten Kul­tur­lands zu erhal­ten. Der sorg­same Umgang mit den Frucht­fol­ge­flä­chen spielt für die EVP eine wich­tige Rolle. Die Ver­min­de­rung der Frucht­fol­ge­flä­chen um mehr als 1 ha pro Pla­nung oder Vor­ha­ben, soll des­halb einen Richt­plan­be­schluss vor­aus­set­zen. Das glei­che soll für eine kumu­la­tive Ver­min­de­rung um mehr als 3 ha pro 10 Jahre gel­ten. Mit die­sem Pla­nungs­grund­satz kann eine „Sala­mi­tak­tik“ unter­bun­den wer­den.

 

In Bezug auf die Ver­bin­dungs­strasse Buchs Nord kri­ti­siert die EVP, dass diese als Gemein­de­strasse geplant und gebaut wer­den soll und erst nach Inbe­trieb­nahme in einem sepa­ra­ten Ver­fah­ren eine all­fäl­lige Auf­nahme in das Kan­tons­stras­sen­netz geprüft wird. Grund­sätz­lich gilt, dass bei kan­to­na­lem Inter­esse der Kan­ton Pla­nung und Haupt­fi­nan­zie­rung über­neh­men muss.Die EVP steht auch den Umfah­rungs­pro­jek­ten im Raum Lenz­burg kri­tisch gegen­über, da  Nah­er­ho­lungs­ge­biete und Frucht­fol­ge­flä­chen zer­stört wer­den, ohne die Ver­kehrs­pro­bleme zufrie­den­stel­lend zu lösen.

 

Als neues Vor­ha­ben schlägt die EVP vor, den in Kürze fer­tig abge­bau­ten Stein­bruch Obe­regg als Depo­nie­stand­ort für sau­be­ren Aus­hub in den Richt­plan auf­zu­neh­men. Damit ergäbe sich eine Lösung gegen den zuneh­men­den Eng­pass bei der Aus­hub­ent­sor­gung. Durch das Volu­men von 8 Mil­lio­nen Kubik­me­ter könnte eine län­ger­fris­tig aus­rei­chende regio­nale Aus­hub­ent­sor­gung sicher­ge­stellt wer­den. Mit der Auf­nahme in den Richt­plan erfolg­ten früh genug die rich­ti­gen Ent­scheide. Die Obe­regg, in der Gemeinde Auen­stein und Velt­heim lie­gend, hat kei­nen Zufahrts­weg für Last­wa­gen. Für die Wie­der­be­fül­lung käme daher nur ein För­der­band in Frage. Dazu könnte das still­ge­legte För­der­band von der Au zum still­ge­leg­ten Zement­werk Hol­der­bank für den Trans­port in die Gegen­rich­tung umge­baut wer­den. Da rela­tiv viel Mate­rial aus dem Kan­ton Zürich in den Aar­gau trans­por­tiert wird, oder mit gros­ser Wahr­schein­lich­keit Mate­rial auch von zukünf­ti­gen neuen Eisen­bahn­tun­neln stam­men würde, muss ange­strebt wer­den, das Mate­rial haupt­säch­lich per Bahn anzu­lie­fern. Dafür könnte ein Teil des noch beste­hen­den aber prak­tisch nicht mehr in Betrieb ste­hen­den Zement­fa­brik­gü­ter­bahn­hofs Hol­der­bank genutzt wer­den.