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Newsartikel

EVP für vorgeschlagene Pflegefinanzierung

Die Evan­ge­li­sche Volks­par­tei äus­sert sich posi­tiv zur Neu­ord­nung der Pfle­ge­fi­nan­zie­rung, die gegen­wär­tig in der Ver­nehm­las­sung ist. Im ambu­lan­ten Bereich auf eine zusätz­li­che Pati­en­ten­be­tei­li­gung zu ver­zich­ten, fin­det sie posi­tiv, denn der Grund­satz „ambu­lant“ vor „sta­tio­när“ sei zu begrüs­sen. Eine Ein­rich­tung für Schwerst­pfle­ge­be­dürf­tige lehnt sie ab.

Es ent­spre­che dem Grund­satz des Pfle­ge­ge­set­zes, dass die Rest­kos­ten der sta­tio­nä­ren Pflege von den Gemein­den getra­gen werde, schreibt die EVP in ihrer Stel­lung­nahme, und macht auf ihre seit Jah­ren gestellte For­de­rung auf­merk­sam, aus Pfle­ge­heim­auf­ent­hal­ten dürf­ten keine Sozi­al­hil­fe­ab­hän­gig­kei­ten ent­ste­hen. Des­halb plä­diert sie auch für die Schaf­fung einer kan­to­na­len Clea­ring­stelle, um die rest­li­chen Pfle­ge­kos­ten abzu­wi­ckeln. Die EVP macht jedoch dar­auf auf­merk­sam, dass die Auf­ga­ben der Clea­ring­stelle noch unklar seien: wer prüft und ent­schei­det, was wer bezahlt? Je nach Leis­tungs­ka­ta­log rei­che die geplante 100 %-Stelle nicht.  Zudem müsse der Kos­ten­tei­ler Kan­ton – Gemeinde nach Ein­füh­rung der Spi­tal­fi­nan­zie­rung neu über­prüft wer­den.

 

Einer Ein­rich­tung für Schwerst­pfle­ge­be­dürf­tige stimmt die EVP nicht zu: Die Belas­tung für das Per­so­nal sei zu hoch, die grös­sere Dis­tanz der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten zum frü­hern Umfeld führe zu einem Ver­lust von sozia­len Kon­tak­ten, was einer Ghet­toi­sie­rung gleich­komme. Ebenso wenig begeis­tert ist die EVP von ergän­zen­den kan­to­na­len Ange­bo­ten, die in der Neu­ord­nung der Pfle­ge­fi­nan­zie­rung nicht wei­ter defi­niert sind. Sämt­li­che Kos­ten wür­den von Bezü­gern und Gemein­den finan­ziert wer­den, wes­halb sie die Kom­pe­tenz für zusätz­li­che Ange­bote dem Gros­sen Rat über­tra­gen möchte. Posi­tiv wer­tet die EVP die Ver­pflich­tung für die Pfle­ge­heime, Pfle­ge­per­so­nen aus­zu­bil­den, wobei sie die Anzahl der Aus­bil­dungs­plätze im Ver­hält­nis der Ange­stell­ten defi­niert haben will. Pfle­ge­heime, die keine Aus­bil­dun­gen anbie­ten, müss­ten nach Mei­nung der EVP eine Aus­gleichs­zah­lung an die Clea­ring­stelle leis­ten.