Staffelbach: Die EVP fordert beim Immissionsschutz wichtige Verbesserungen

Die Firma, wel­che im Gebiet "Stolten/Unterhüsli" seit 1962 Kies abbaut, will zur Betriebs­si­che­rung und um den heu­ti­gen Markt­an­for­de­run­gen zu genü­gen die Betriebs­an­la­gen erneu­ern. Mit der Zuwei­sung der Anla­gen in geeig­nete Bau­zo­nen wer­den die pla­nungs­recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen für die zukünf­tige Betriebs­ent­wick­lung geschaf­fen.

Die EVP Aar­gau beur­teilt die Richt­plan­an­pas­sun­gen als grund­sätz­lich gut und zweck­mäs­sig auf­ge­gleist. Dass eine Zunahme der durch den Richt­plan gesi­cher­ten Frucht­fol­ge­flä­chen um 3.96 ha erfolgt, ist sehr erfreu­lich! Die Betriebs­an­la­gen befin­den sich aber dis­tanz­mäs­sig sehr nahe an beste­hen­dem und zukünf­ti­gem Bau­ge­biet. Des­halb for­dert die EVP in Berei­chen des Immis­si­ons­schut­zes wich­tige Ver­bes­se­run­gen.

 

Lärm 

Der tem­po­rär ein­ge­setzte Recy­cling­ma­te­ri­al­bre­cher sowie der fest instal­lierte Stein­bre­cher sind äus­serst lär­min­ten­siv. Das Wohn­ge­biet ist des­halb mit einer Lärm­schutz­wand beim Recy­cling­platz mit einer Mini­mal­höhe von sechs Metern zu schüt­zen, sodass die Lärm­im­mis­sio­nen durch den Recy­cling­ma­te­ri­al­bre­cher bei allen beur­tei­lungs­re­le­van­ten Emp­fangs­punk­ten unter dem Pla­nungs­wert lie­gen. Ein Bericht über die Däm­mungs­mass­nah­men des sta­tio­nä­ren Stein­bre­chers ist mit der Bot­schaft an den Gros­sen Rat nach­zu­lie­fern. 

 

Staub 

Der tem­po­rär ein­ge­setzte Recy­cling­ma­te­ri­al­bre­cher erzeugt bei sei­ner Arbeit nicht nur Lärm, son­dern auch sehr viel Staub. Im Pla­nungs­be­richt wird gesagt, dass keine Vor­keh­run­gen zu tref­fen sind, da der Bre­cher nur einige Wochen pro Jahr betrie­ben werde. Es kann und darf aber nicht sein, dass das nahe Wohn­ge­biet je nach Wet­ter­lage ein paar Wochen lang in eine Staub­wolke gehüllt wird. Die EVP ver­langt, dass die nöti­gen Ein­rich­tun­gen für einen wirk­sa­men Staub­schutz erstellt wer­den. 

 

Abgase 

Wie schon erwähnt, befin­den sich die Betriebs­an­la­gen dis­tanz­mäs­sig sehr nahe an beste­hen­dem und zukünf­ti­gem Bau­ge­biet. Es ist daher sicher zu stel­len, dass die Ver­bren­nungs­mo­to­ren, wel­che auf dem Areal ein­ge­setzt wer­den, einem guten Stan­dard ent­spre­chen. Die EVP ver­langt daher, dass die Moto­ren von Recy­cling­ma­te­ri­al­bre­cher, Bag­ger und Rad­la­der mit Par­ti­kel­fil­tern oder mit einem gleich­wer­ti­gen Abgas­be­hand­lungs­sys­tem, z.B. SCR, aus­ge­rüs­tet sind. 

 

sr/14.12.2001