Menu Home

Newsartikel

Viele offene Fragen zur geplanten familienergänzenden Kinderbetreuung

Die EVP steht dem neuen Geschäft "Fami­li­en­er­gän­zende Kin­der­be­treu­ung" grund­sätz­lich posi­tiv gegen­über. Die Ver­nehm­las­sungs­vor­la­gen für die­ses kom­plexe Geschäft sind für sie aber eher dürf­tig.

Die EVP hat von den Vor­schlä­gen der Regie­rung zur Teil­re­vi­sion des Sozialhilfe- und Präventions­gesetzes in Sachen „Fami­li­en­er­gän­zende Kin­der­be­treu­ung“ an der Medi­en­kon­fe­renz vom 25. Juni 2010 Kennt­nis ge­nommen.

 

 

Mit der Ver­schie­bung des Geschäf­tes „Tages­struk­tu­ren“ resp. „Fami­li­en­er­gän­zende Kin­der­be­treu­ung“ vom Depar­te­ment Bil­dung, Kul­tur und Sport ins Depar­te­ment Gesund­heit und Sozia­les ist es über die Betreu­ung der Schul- und Kin­der­gar­ten­kin­der hin­aus gewach­sen. Neu sol­len die Gemein­den zusätz­lich die Kin­der­be­treu­ung auch von Klein­kin­dern sicher­stel­len – und dies über das ganze Jahr. Ob dies der ein­zige Grund für die Ver­schiebung des Geschäf­tes ist und nicht auch (partei-)politische Über­le­gun­gen dahin­ter­ste­cken, bleibe dahin­ge­stellt…

 

 

Wie schon den „Tages­struk­tu­ren“ im Rah­men des Bil­dungs­klee­blat­tes steht die EVP auch dem neuen Geschäft „Fami­li­en­er­gän­zende Kin­der­be­treu­ung“ grund­sätz­lich posi­tiv gegen­über. So gross und kom­plex aller­dings das Geschäft ist, so wenig detail­liert ist der Geset­zes­text und so viel wird auf der Ver­ord­nungs­ebene zu regeln sein. Gera­dezu dürf­tig und banal kommt auch der Fra­ge­bo­gen zur Ver­nehm­las­sung daher. Fürch­tet sich die Regie­rung vor detail­lier­te­ren Fra­ge­stel­lun­gen?

 

 

Denn dass bei die­sem Geschäft der Teu­fel im Detail steckt, zeigt nur schon, dass…

 

 

·         …die finan­zi­el­len Berech­nun­gen, die der Bot­schaft zu Grunde lie­gen, auf – wahr­schein­lich zu gerin­gen – Annah­men beru­hen.

 

·         …der Löwen­an­teil der „fami­li­en­er­gän­zen­den Kin­der­be­treu­ung“ durch die Gemein­den finan­ziert wer­den soll.

 

·         ...die „fami­li­en­er­gän­zende Kin­der­be­treu­ung“ weit über die „Tages­struk­tu­ren“ des Bil­dungs­klee­blatts hin­aus gehen.

 

·         …neben aller pro­pa­gier­ten Frei­heit für die Gemein­den nicht dar­ge­legt ist, was die „bedarfs­ge­rech­ten Ein­rich­tun­gen“ min­des­tens beinhal­ten müs­sen.

 

·         …jede Betreu­ungs­form sepa­rate Qua­li­täts­stan­dards ein­hal­ten muss und neben aus­ge­bil­de­ten wie­der ein­mal nebu­lös von „qua­li­fi­zier­ten“ Betreu­ungs­per­so­nen gespro­chen wird.

 

·         …auch die Aar­gauer Leh­rer­schaft Nutz­nies­se­rin des „Bei­trags zur För­de­rung der Kin­der“, wie die „fami­li­en­er­gän­zende Kin­der­be­treu­ung“ ihn brin­gen soll, sein möchte und Zusatz­for­de­run­gen stel­len wird.

 

Klar ist schon jetzt, dass die EVP in ihrer Stel­lung­nahme eini­ges an zusätz­li­cher Infor­ma­tion (Ver­ord­nun­gen, Qua­li­täts­stan­dards usw.) ver­lan­gen wird.