Wiederherstellung von Kalkabbaugebieten sorgfältig prüfen

EVP-Grossrat Sämi Rich­ner reicht ein Pos­tu­lat ein betref­fend Wie­der­her­stel­lung der vier mög­li­chen zukünf­ti­gen Abbau­ge­biete der Jura Cement Fabrik Wil­degg (JCF).

Das Pos­tu­lat ver­langt vom Regie­rungs­rat, dem Par­la­ment einen Bericht vor­zu­le­gen betref­fend Wie­der­her­stel­lungs­mög­lich­keit der vier mög­li­chen zukünf­ti­gen Abbau­ge­biete der JCF im Hard (Thal­heim), Grund (Schinznach-Dorf), Hom­berg (Böz­berg) und Gis­lif­lue - Ost (Bäu­mer, Auen­stein). Da alle vier Stand­orte sich in Land­schaf­ten und Natur­denk­mä­ler von natio­na­ler Bedeu­tung (BLN) befin­den, muss nach Mei­nung des Pos­tu­lan­ten eine Beur­tei­lung sehr umfas­send erfol­gen. Im Begrün­dungs­ras­ter der JCF zur Ent­las­sung von zwei Stand­or­ten fehlt nun aber ein beson­ders wich­ti­ges Kri­te­rium, näm­lich die Beur­tei­lung der Wie­der­her­stel­lung jedes ein­zel­nen Gebiets nach erfolg­ter Kalkaus­beute. Das, obwohl gestützt aufArt. 6 Abs. 1 des NHG (Bun­des­ge­setz über den Natur- und Hei­mat­schutz) im Richt­plan Aar­gau Kapi­tel L 2.4 Seite 1 nach­ge­le­sen wer­den kann:

 

Diese Land­schaf­ten und Natur­denk­mä­ler von natio­na­ler Bedeu­tung ver­die­nen “in beson­de­rem Masse die unge­schmä­lerte Erhal­tung, jeden­falls aber unter Ein­be­zug von Wiederherstellungs- oder ange­mes­se­nen Ersatz­mass­nah­men die grösst­mög­li­che Scho­nung”.

 

Der Bericht soll aus­drück­lich die Wie­der­her­stel­lung im Sinne des NHG und nicht eine Rekul­ti­vie­rung jedes ein­zel­nen Stand­orts dar­le­gen. Zudem sol­len die Gebiete gemäss Gross­rats­be­schluss Richt­plan­vor­o­ri­en­tie­rung vom 11.1.2011 und jenen gemäss Medi­en­kon­fe­renz der JCF und des Depar­te­men­tes vom 5.9.2013 BVU dif­fe­ren­ziert unter­sucht wer­den. Die Kar­ten gemäss Richt­plan­vor­o­ri­en­tie­rung und jenen gemäss Medi­en­kon­fe­renz wei­chen in ein­zel­nen Gebie­ten erheb­lich von­ein­an­der ab!