Wind- und Sonnenkraftwerk

PAR­TEI­AUS­FLUG AUF DEN MONT SOL­EIL ∙ Die 45m lan­gen Rotor­blät­ter der neus­ten JUVENT-Windturbinen auf dem Mont Sol­eil dre­hen mit 9 bis 15 Umdre­hun­gen pro Minute - am schnells­ten dann, wenn die Sonne nicht scheint.

Es ist nicht nur ein Sonnen- und Wind­kraft­werk, son­dern wie wir erfah­ren haben das grösste Wind­kraft­werk der Schweiz! Auf dem Mont Sol­eil ober­halb St Imier ste­hen 16 Wind­rä­der mit einer Gesamt­leis­tung von 107'000 kWh pro Tag. Es ist impo­sant, vor einem so hohen Bau­werk zu ste­hen, bei dem drei je 45 Meter lange Rotor­blät­ter um die in 95 Meter lie­gende Gon­del Krei­sen. Wir hat­ten die­ses Wind­kraft­werk im vor­aus wesent­lich klei­ner geschätzt.

Eben­falls ein­drück­lich ist die Viel­falt an Solar­zel­len, wel­che inzwi­schen auf dem Markt erhält­lich sind. Je nach Anfor­de­rung kann die gewünschte Vari­ante gewählt wer­den. Die einen zeich­nen sich durch hohen Wir­kungs­grad aus, erzie­len also eine hohe Aus­beute pro Flä­che. Andere sind zwar weni­ger Effi­zi­ent, dafür pro kW sehr güns­tig. Wie­der andere sind sehr leicht, bezo­gen auf die Ener­gie­ab­gabe.

Aus dem Theorie-Teil erga­ben sich für uns neue, sehr inter­es­sante Erkennt­nisse: Die Pro­duk­tion von Solar- und Wind­strom gleicht sich recht gut aus. Die win­därms­ten Zei­ten sind näm­lich im Som­mer, wenn die Solar­pa­nels volle Leis­tung lie­fern kön­nen. In den Win­ter­mo­na­ten, sowie gene­rell bei bedeck­tem Him­mel sind dem gegen­über die Wind­ge­schwin­dig­kei­ten höher.
Eine wei­tere, für die Ener­gie­dis­kus­sion nicht unwe­sent­li­che Infor­ma­tion: Die Ver­träge zum Bezug von Strom aus fran­zö­si­schen Kern­kraft­wer­ken lau­fen bis 2035 aus und Frank­reich möchte diese Ener­gien fortan sel­ber nut­zen. Das unter­stützt zwar der Absicht der Schweiz, aus der Kern­en­er­gie aus­zu­stei­gen, heisst aber, dass bis dann tat­säch­lich Alter­na­ti­ven exis­tie­ren müs­sen.

(Chris­tian Min­der)